Verstopfung
Verstopfung ist keine Krankheit, sondern ein Symptom. Die normale Stuhlfrequenz variiert individuell extrem - von dreimal täglich bis dreimal wöchentlich. Hat ein Mensch weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang, sprechen Mediziner von einer Verstopfung. Der Stuhl ist meist hart, und die Entleerung schwierig. In den meisten Fällen ist eine Verstopfung harmlos, sie kann jedoch auch Symptom einer anderen Krankheit sein.
Etwa 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung in den Industrieländern leiden an Verstopfung, Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Der Wunsch nach schneller Darmentleerung hat seine Wurzeln in der althergebrachten Vorstellung, wonach sich giftige Stoffe im Darm festsetzen, den Körper schädigen und dieser "entschlackt" werden müsse. Daher gehörten abführende Maßnahmen lange Zeit zum ärztlichen Standardrepertoire. Heute gilt diese Annahme als falsch, denn im Darm fallen keine giftigen Schlacken an.
Nur wenn die Leber als Entgiftungsorgan geschwächt ist, wird der Darmstoffwechsel gestört. In diesem Fall muss die Lebererkrankung behandelt werden. Abführende Medikamente zur Blutreinigung oder Entschlackung sind daher nicht sinnvoll.
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Wenn bei Kindern nichts mehr geht
Medizinisch spricht man von Obstipation, wenn es pro Woche zu weniger als drei Stuhlentleerungen kommt. Der Stuhl ist hart oder nur schwer rauszukriegen – das tut weh und verleitet Kinder erst recht dazu, den Stuhldrang zu unterdrücken.
Die Auslöser für diese Problemen sind vielfältig. Nach neuesten Untersuchungen der Universität Amsterdam zum Thema Verstopfung bei Kindern kann bereits die gestörte Darmflora der Eltern der Auslöser sein. Wenn sich Kinder zuwenig bewegen, kaum trinken und sich falsch ernähren, macht den Darm schlapp. Liegt es nicht an der Kost, so können auch Stress und häufige Unterdrückung des Stuhlgangs zur Verstopfung oder sogar zur Stuhlinkontinenz führen.. mehr
