Fragen von Betroffenen
Empfohlene Tagesmenge bei Vitaminen und Spurenelementen
Mag. Anita Frauwallner antwortet:
Sehr geehrter Herr S.!
Herzlichen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte: Das Thema
"empfohlene Tagesmenge" bei Vitaminen und Spurenelementen ist ein sehr
kontrovers diskutiertes. Die Väter der Vitaminforschung, Dr. Burgerstein
und der zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling empfehlen weit höhere
Mengen als vom Gesetzgeber angeraten werden. Das Institut Allergosan hält
sich an die österreichische Gesetzeslage und diese ist für
Nahrungsergänzungsmittel klar definiert: 15 mg Zink = 100% RDA (=
empfohlene Tagesdosis) - im entsprechenden Bundesgesetzblatt des
Lebensmittelgesetzes festgelegt. (Arzneimittel enthalten weit höhere
Konzentrationen).
Tatsächlich ist es sogar häufig so, dass nicht einmal 1 mg Zink pro Tag
aufgenommen wird, weshalb Zink neben Selen zu den häufigsten
Mangelerscheinungen der orthomolekularen Medizin gehört. Im übrigen führt
eine Überdosierung von Zink zu keinerlei negativen Reaktionen, außer Sie
nehmen über einen längeren Zeitraum mindestens das 10 fache der Tagesdosis
zu sich, dann würde dies zu heftiger Übelkeit führen.
Etwa 10 % der Menschen leiden z.B. an Kryptopyrrolurie, einer Krankheit,
bei der Zink in großen Mengen über den Harn ausgeschieden wird - die
Symptome die sich dann zeigen, sind Hyperaktivität,
Konzentrationsstörungen, sowie Depressionen bis hin zur Schizophrenie.
Lesen Sie selbst nach - die "Bibel" der Orthomolekularmediziner ist das
BURGERSTEIN Handbuch. Sie werden dort viel Interessantes erfahren.
Mit freundlichen Grüßen
Mag. Anita Frauwallner
